Wissenschaft zum Anfassen: FJN-Teilnehmende zu Besuch am Georg-Speyer-Haus

13.07.2026

Am 8. Juli konnten Freiwilligendienstleistende in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit einen Blick in die Krebsforschung am Georg-Speyer-Haus werfen.

Wie untersucht man einzelne Zellen? Was sind Organoide? Und welche Rolle spielen Tierversuche in der Forschung? Mehr als 30 Teilnehmende des Freiwilligen Sozialen Jahres in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) des ijgd Bundesverein e. V. konnten am 8. Juli 2026 einen Blick hinter die Kulissen der Krebsforschung am Georg-Speyer-Haus werfen.

Nach einer Einführung durch Ann-Kathrin Mehnert zeigte Forschungsgruppenleiter Marco Seehawer, wie genetische Werkzeuge in der Krebsforschung eingesetzt werden und wie Erkenntnisse aus dem Labor perspektivisch ihren Weg in klinische Anwendungen finden können.

Danach wurde es praktisch: In kleinen Gruppen lernten die Teilnehmenden mit Stefan Stein die Grundlagen der Durchflusszytometrie kennen. Im Museumslabor gab Klaus Cussler Einblicke in die Forschungsarbeit von Paul Ehrlich und in die wissenschaftliche Geschichte des Instituts. In der Zellkultur konnten die Gäste gemeinsam mit Esther Engel selbst Hand anlegen und Organoide passagieren. Auch herausfordernde Fragen gehörten zum Programm: Bianca Kupper und Franziska Bayer führten virtuell durch die Tierhaltung und diskutierten mit den jungen Gästen über die ethischen Aspekte von Tierversuchen.

Der Besuch machte Wissenschaft unmittelbar erlebbar: als Zusammenspiel aus Neugier, präzisem Arbeiten, kritischen Fragen und gesellschaftlicher Verantwortung. Und vielleicht wurde dabei bei der einen oder dem anderen die Neugier auf eine eigene Zukunft in der Forschung geweckt.

 

Fotos: Ann-Kathrin Mehnert