Mélanie Tichet erhält Beug-Stiftung-Preis für Forschung zu Alterung und Therapieresistenz bei metastasiertem Melanom
Frankfurt am Main – Dr. Mélanie Tichet, Gruppenleiterin am Georg-Speyer-Haus und am LOEWE-Zentrum Frankfurt Cancer Institute (FCI), wurde mit dem renommierten Preis für Metastasierungsforschung der Beug Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ehrt innovative und vielversprechende Nachwuchswissenschaftler*innen, die das Verständnis der Krebsmetastasierung vorantreiben.
Das ausgezeichnete Projekt „Altern und Therapieresistenz bei metastasiertem Melanom” befasst sich mit einem wichtigen, aber oft übersehenen Aspekt der Krebsbiologie: dem Einfluss des Alterns auf das Tumorwachstum und das Ansprechen auf Behandlungen. Während ältere Melanompatient*innen in der Regel schlechtere Prognosen haben, basieren die meisten präklinischen Forschungen nach wie vor auf jungen Modellen. Dr. Tichets Arbeit zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie Melanom-Modelle entwickelt und analysiert, die die Biologie des Alterns besser widerspiegeln, um aufzudecken, warum ältere Patient*innen anders auf zielgerichtete und immunbasierte Therapien ansprechen.
Durch den Fokus auf den Einfluss der gealterten Tumormikroumgebung auf Metastasierung und Therapieresistenz hat das Projekt das Potenzial, neue Wege für effektivere, altersgerechte Behandlungen zu eröffnen. Der Preisausschuss der Beug Stiftung hob die Neuartigkeit und die starke translationale Relevanz des Projekts hervor und würdigte dessen wissenschaftlichen Wert.
„Ich fühle mich geehrt, diese Auszeichnung von der Beug Stiftung zu erhalten“, sagt Dr. Tichet. „Das Verständnis, wie das Altern das Tumorverhalten beeinflusst, ist unerlässlich, wenn wir die Ergebnisse für ältere Melanompatient*innen verbessern wollen. Diese Unterstützung ermöglicht es uns, eine Forschungsrichtung zu verfolgen, die lange Zeit vernachlässigt wurde, aber dringend benötigt wird.“
Die Beug Stiftung für Metastasierungsforschung wurde in Gedenken an Prof. Hartmut Beug gegründet, um herausragende Grundlagen- und translationale Forschung im Bereich der Metastasierung zu fördern. Der alle zwei Jahre verliehene Metastasierungs-Preis würdigt wissenschaftlichen Nachwuchs für außergewöhnliche Beiträge auf diesem Gebiet.
Wir gratulieren Mélanie Tichet zu dieser bedeutenden Leistung und freuen uns auf die Fortschritte, die diese Forschung für das Verständnis und die Behandlung von metastasiertem Melanom bei älteren Betroffenen bringen wird.
